Mutterkuhhaltung

Bei der Mutterkuhhaltung bleiben die neugeborenen Kälber (zunächst) bei den Müttern. Es gibt viele verschiedene Formen der Mutterkuhhaltung, manche bezeichnen auch Ammenkuhhaltung (bei der eine fremde Mutter das Kalb säugt) als eine Form der Mutterkuhhaltung. Sie unterscheiden sich darin, wie oft das Kalb bei der Mutter sein kann und in welchem Alter es entwöhnt wird. Die natürliche Entwöhnung vollzieht sich ab etwa 8-11 Monaten.

Mutterkuhhaltung ist insbesondere in der Milchwirtschaft von Bedeutung: dort konkurriert das Kalb ja mit der Melkmaschine. Auch wenn heute im Bio-Umfeld echte Muttermilch gefüttert werden muss und Austauschmilch nicht mehr zulässig ist, sinkt der Ertrag pro Kuh doch ab, wenn das Kalb exklusiv oder mittrinkt. Es müssen also Lösungen gefunden werden, die insgesamt die Profitabilität der Höfe nicht gefährden.

Kälber wachsen umgekehrt bei Mutterkuhhaltung zu ausgeglicheneren und gesünderen Tieren heran, was die gesamte Gesundheit der Herde verbessert und Verhaltensstörungen minimiert.

Weitere Quellen und Informationen:

https://www.fibl.org/fileadmin/documents/shop/1575-kaelberaufzucht.pdf

https://www.bundewischen.de/landwirtschaft.html

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